A+
A-
Sie befinden sich hier:
Kanzlei Kleinlein

Probleme bei der Abrechnung

Da die Bedeutung der Sache, aber vor allen Dingen auch der tatsächliche Arbeitsaufwand erst bei Beendigung des Auftrags, des sogenannten Mandats, überschaut werden kann, ist es dem Rechtsanwalt meist im Vorfeld nicht möglich, konkret zu sagen, was seine Arbeit tatsächlich kostet. In den meisten Fällen wird er Ihnen aber auf Nachfrage zumindest Auskunft über den Gegenstandswert und die Höhe der voraussichtlichen Gebühren geben können.

Neben den gesetzlichen geregelten Gebühren hat der Rechtsanwalt auch noch Anspruch auf Erstattung seiner Auslagen, wie z. B. Fotokopiekosten, Reisespesen und der sogenannten Kosten für Telekommunikation (Telefon, Porto, etc.); die letzteren betragen pauschal 20 % der gesetzlichen Gebühr, max. aber 20,00 € netto.

Sind die tatsächlichen Auslagen höher, haben Sie Anspruch auf einen Einzelnachweis.

Da es sich bei den oben genannten Kosten und Gebühren um Nettogebühren handelt, muß der Rechtsanwalt auf diese Summe noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von derzeit 19 % in Rechnung stellen.

1. Beispiel:

Herr und Frau A. (beide berufstätig) leben getrennt. Der minderjährige Sohn Max lebt bei der Mutter. Die Mutter beauftragt ihren Rechtsanwalt mit der Berechnung und Geltendmachung des Unterhalts für Max gegenüber ihrem Mann.

Nach einigem Briefwechsel und der Ermittlung des Einkommens des Herrn A. ergibt sich ein von diesem zu zahlender Kindesunterhalt von monatlich 250,00 €.

Gebührenabrechnung:
1. Gegenstandswert: 250,00 € * 12 = 3.000,00 €
2. Gebührenrahmen: von 0,5: (94,50 €) bis 2,5 (472,50 €)

Der Rechtsanwalt kann also unter Berücksichtigung seiner Fachkenntnis, der Bedeutung der Angelegenheit und seines Arbeitsaufwandes eine Gebühr zwischen 94,50 € minimal und 472,50 € maximal verlangen. Zuzüglich der Auslagenpauschale von 20,00 €, etwaiger Fotokopiekosten und zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, ergeben sich hier also in der Annahme, daß keine Fotokopiekosten angefallen sind, brutto zwischen 184,95 € und 586,08 €.

Die Rechnung muß grundsätzlich der Auftraggeber, also in dem oben genannten Beispiel, die Mutter zahlen. Nur in bestimmten Ausnahmefällen kann sie sich diesen Betrag wieder von ihrem Mann holen.

2. Beispiel:

Frau A. kommt zum Anwalt, weil ihr Vater verstorben ist und sie von ihrer Mutter, der Alleinerbin, ihren Pflichtteil haben möchte. Der von Frau A. beauftragte Rechtsanwalt fordert die Mutter zur Auskunft über den Nachlaß des Vaters auf. Nach Überprüfung der angeforderten Unterlagen ergibt sich ein Anspruch der Frau A. aus Pflichtteil in Höhe von 10.000,00 €.

Gebührenabrechnung:
1. Gegenstandswert: 10.000,00 €
2. Gebührenrahmen: von 0,5 (243,00 €) bis 2,5 (1215,00 €)

Zuzüglich der Auslagenpauschale von 20,00 €, etwaiger Fotokopiekosten und zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, ergeben sich hier also in der Annahme, daß keine Fotokopiekosten angefallen sind, brutto zwischen 312,97 € und 1469,65 €.

 

 

Adresse
Anwaltskanzlei Gabriele Kleinlein
Nürnberger Straße 61
91522 Ansbach

Kontakt
Telefon 0981 96990-0
Fax 0981 96990-31
E-Mail info@kanzlei-kleinlein.de